Zahl der Menschen mit Parodontalerkrankungen in Deutschland nimmt ab

Zahl der Menschen mit Parodontalerkrankungen in Deutschland nimmt ab

Laut der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ)hat sich die Zahl der schweren Parodontalerkrankungen in der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen seit 2005 halbiert. Auch bei den Senioren ist ein deutlich rückläufiger Trend zu beobachten, während die Gruppe der Patienten mit einer milden oder sogar gar keiner Parodontitis sich verdoppelt bzw. verdreifacht hat.
Ein sehr erfreulicher Trend, der jedoch nicht davon ablenken sollte, dass noch mehr getan werden muss, um dieser Volkskrankheit gemeinsam entgegenzuwirken: Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) fordert, dass Zahnärzte, Patienten, Politik und Krankenkassen an einem Strang ziehen, um die Parodontalerkrankungen innerhalb eines präventionspolitischen Handlungsrahmens dauerhaft gering zu halten oder gar auszuschließen.
Die Studie darf als besonders repräsentativ erachtet werden, da neben Karies, Parodontitis, Pflegebedürftigkeit, Alter und sozialen Einflussfaktoren erstmals auch sämtliche Altersgruppen und sozialen Schichten erfasst wurden.

„Die Mundgesundheit ist so gut wie nie zuvor und auch im internationalen Vergleich Spitzenklasse!“, bestätigt Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV). „Die Daten der DMS V belegen das eindrucksvoll. Für Zahnärztinnen und Zahnärzte gilt es jetzt, diese Position im Interesse unserer Patienten weiter auszubauen.“

Dr. Peter Engel, Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) bekräftigt: „Die hervorragenden Werte bei Karies sind ein Beweis, dass die zahnmedizinische Prävention funktioniert. Kinder profitieren von der Gruppen- und Individualprophylaxe, insbesondere der Fissurenversiegelung und der breiten Verfügbarkeit von Fluoriden in den Zahnpasten.“

Schwere Parodontalerkrankungen bleiben allerdings weiter eine Herausforderung. Eßer gibt an, dass das parodontitisspezifische Krankheitsbewusstsein in der Gesellschaft durch flächendeckende Aufklärung erheblich geschärft werden müsse, denn: „Wissenschaftlich erwiesene Zusammenhänge zwischen Parodontitis und schwerwiegenden Allgemeinerkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Problemen seien noch viel zu wenig bekannt“.

Eine umfassende Prophylaxe und eine gewissenhafte Nachsorge sollten also Hand in Hand gehen, um Parodontalerkrankungen zu vermeiden. Positive Ergebnisse, die Hoffnung machen, allerdings nur, wenn regelmäßige Zahnarztbesuche eingehalten werden.

Wir sind für Sie da – vereinbaren Sie daher noch heute Ihren nächsten Prophylaxe-Termin bei uns. Ein Anruf oder eine Email genügt.