Craniomandibuläre Dysfunktion

Funktionsanalyse

Die häufigste Ursache bei Kiefergelenksproblemen sind Zahnfehlstellungen oder Kieferfehlstellungen zueinander. Sie zeigen sich häufig mit Kaumuskelschmerzen Kiefergelenksschmerzen und –geräuschen. Aber auch Schmerzen im primär nicht betroffenen Bereichen wie Kopf und Gesicht, Nacken, Hals, Schulter, sowie Irritationen im Bereich des Ohres, der Augen (z. B. Sehstörungen), des Halses gehören ebenso zum CMD-Symptomenkomplex. Durch lange bestehendes Knirschen der Zähne, Pressen oder festes Zusammenbeißen kommt es zu einer Myoarthropathie, Diskusverlagerung. Es wird von einer multifaktoriellen Genese ausgegangen Entwicklungsstörungen, Haltungsstörungen, Stress, Trauma, Schlafstörungen.

Die exakte Vermessung des Kiefergelenkes ist sowohl bei der Therapie einer Kiefergelenkerkrankung als auch bei einer prothetischen Neuversorgung von größter Bedeutung. Die durch die Vermessung gewonnen Daten werden vom Zahntechniker in ein künstliches Kiefergelenk programmiert. So kann der Techniker einen Zahnersatz hestellen, der perfekt zu Ihrer Kiefergelenkbewegung passt. Durch dieses Vorgehen werden spätere Kiefergeleksprobleme vermieden bzw. bestehende Probleme bei der Verzahnung beseitigt.Als wirkungsvolle positive Beeinflussungsmöglichkeiten beim Beschwerdebild der CMD  werden physiotherapeutische Maßnahmen, wie Kälte, Wärme, Massagen und Bewegungsübungen angesehen. Zusätzlich besteht die Möglichkeiten der systemischen medikamentösen Therapie in Form von Analgetika, nonsteroidaler Antirheumatika, Muskelrelaxantia, trizyklische Antidepressiva und Kortikoide.

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit besteht in der Eingliederung einer herausnehmbaren Aufbissschiene aus Kunststoff, um die Stellung des Kiefergelenks günstig zu beeinflussen und das Kausystem zu entlasten. Durch die Schiene wird der Unterkiefer in eine neue Position gebracht und die Überaktivität der Kaumuskulatur verringert. Außerdem entlastet eine Schiene die Kiefergelenke.